Die größten Nachteile der Gleitsichtbrille


Wie so viele praktische Dinge im Leben haben auch Gleitsichtbrillen ihre Nachteile. Fragen uns unsere Kunden danach, nennen wir ihnen vor allem das (technisch bedingt) relativ schmale Sehfeld der Gleitsichtgläser und die Eingewöhnungszeit, während der manche Menschen echte Schwierigkeiten bekommen. Die gute Nachricht – zu jedem Nachteil passt auch ein typischer Vorteil. Oder es gibt eine ganz einfache Regel, was du dagegen tun kannst.


Theatralisch gesagt: Wo Licht ist, ist auch Schatten

Eine Gleitsichtbrille hat ihre Vorteile, keine Frage. Sonst würde sie wohl kaum so häufig gekauft. Sie erleichtert den Alltag von Menschen, deren Augen sich wegen des Alters verändern. Dank ihr kannst du problemlos deinen Job machen (so lang du nicht gerade Architekt oder Programmierer bist), mit deiner Frau shoppen gehen oder mit den Enkeln spielen, ohne ständig die Brille wechseln zu müssen. Klingt gut, oder? Vielleicht sogar zu gut, um wahr zu sein. Was sind also die (sogar für uns als Optiker) unwiderlegbaren Nachteile einer Gleitsichtbrille?


Nachteil Nr. 1: Der etwas andere Sehbereich: Sehe ich deshalb weniger als mit einer „normalen“ (Einstärken-) Brille?

Es stimmt – das Sehfeld von Gleitsichtgläsern ist kleiner als bei Einstärkenbrillen. Das heißt aber nicht, dass dich ab jetzt die Autos anfahren oder du denkst, du wärst alleine in der U-Bahn. Den meisten Trägern fällt der verkleinerte Sehbereich nach ein paar Wochen Eingewöhnung überhaupt nicht mehr auf. Aber wie kommt es überhaupt dazu?

Neben den Sehbereichen für Nähe, Ferne und den Normalbereich hat jede Gleitsichtbrille die unvermeidlichen seitlichen Randbereiche, in denen du unscharf sehen wirst. Das liegt einfach an der technischen Beschaffenheit der Gläser und ist leider nicht zu ändern. Vielleicht hast du auch noch nie eine Brille getragen, dann ist die Umstellung noch größer.

Die gute Nachricht: Trotz der lästigen Seitenbereiche bietet dir die Gleitsichtbrille im Alltag einen starken Komfort. Anstatt mehrere Einstärkenbrillen benutzen zu müssen, kannst du dich einfach darauf verlassen, dass du alles, was direkt vor deiner Nase ist, genauso gut siehst wie die Dinge, die weiter weg sind. Oder würdest du beim Modell-Fliegen mit deinen Kumpels oder beim Fußball ständig die Brille wechseln wollen? Zudem hast du es in der Hand, ob du dich eher für kostengünstige Gläser oder für solche mit einem Komfort-Sehbereich entscheidest.


Nachteil Nr. 2: Die Eingewöhnungszeit: Einige Menschen, die eine Gleitsichtbrille bekommen, finden das Brille-Tragen anfangs schwerer als vorher.

Gerade in der Eingewöhnungszeit berichten einige Träger von Problemen mit ihrer Gleitsichtbrille. Wahrscheinlich ist das wie mit einem guten Lederschuh: Am Anfang macht er am Fuß Druckstellen und vielleicht sogar komische Geräusche. Nach einem oder zwei Monaten weißt du nicht mehr, warum du dich über diese Schuhe jemals beschwert hast. Will sagen: Du musst dich zwar an deine Gleitsichtgläser gewöhnen. Aber danach wirst du sie lieben.

Die Schwierigkeiten beim Tragen der Gleitsichtbrille äußern sich zum Beispiel als Schwindelgefühle beim Treppensteigen. Das ist der Grund dafür:

gewohnheitsmäßig betrachten wir Dinge, die am Rand unseres Sichtfelds liegen (wie zum Beispiel Treppenstufen), aus dem Augenwinkel
bei Gleitsichtgläsern liegt der Bereich, mit dem wir scharf sehen, je nach Entfernung in einer ganz bestimmten Zone des Glases
versuchen wir, Dinge aus dem Augenwinkel zu betrachten, erwischen wir den (unscharfen) Randbereich des Gleitsichtglases oder nicht die richtige Seh-Zone

Um bei den Treppenstufen zu bleiben: Diese sind nicht ganz nah am Auge, aber auch nicht sehr weit weg davon. Im Gleitsichtglas ist deshalb der Zwischenbereich der richtige. Bewegst du aber einfach nur die Augen nach unten, erwischst du nicht den Zwischenbereich – sondern die Zone für das nahe Sehen, die sich am unteren Glasrand befindet. Und genau deshalb wird dir schwindlig.

Das kannst du dagegen tun: Um die Vorteile deiner schon gekauften oder zukünftigen Gleitsichtbrille auszunutzen, musst du eine Sache lernen. Versuche, nicht mehr aus den Augenwinkeln nach den Dingen zu schielen, sondern beginne, deinen Kopf mitzudrehen. Nur, wenn du das ab jetzt durchziehst, kannst du die unterschiedlichen Sehbereiche richtig anwenden!

Haben wir dir die Gleitsichtbrillen-Nachteile gut erklärt? Oder hast du noch Fragen? Dann ruf uns gerne kurz an unter (0 60 55) 9 07 72 92. Unsere Experten stehen dir Rede und Antwort!

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